Geheimtreffen in Klosterneuburg

Cari Amici!

Позвольте мне рассказать вам о последних выходных; とてもエキサイティングで啓発的だった.

Klosterneuburg, geduckt im Windschatten des Leopoldsbergs, fernab der hellen Lichter der Großstadt, seit jeher Umschlagplatz der Zwielichtigen und Gesetzesfernen, war auch an dem vergangenen Wochenende Schauplatz eines Treffens des besonderen Art…

Wie es der Zufall so wollte, verweilten Vertreter der italienischen Cosa Nostra, der russischen Bratwa und der japanischen Yakuza zeitgleich im Ort und traten im Hof der romanischen Kirche St. Gertrud an unsere GuSp heran. Ihnen war nämlich zu Ohren gekommen, dass die Pfadfinder unter anderem die Weltweite Verbundenheit schwerpunktmäßig in ihren Richtlinien verankert haben; eine Grundeigenschaft, die für weltweit interagierende Wirtschaftsorganisationen äußerst hilfreich sein könnte.

Selbstverständlich wollten sich die drei Organisationen nur von ihrer besten Seite zeigen und stellten sich in kurzen Stationen bei den GuSp vor; im Zuge dieser Aktion konnten sich die GuSp selbst in Schale werfen und ihre Sympathie für einen der drei Clans zum Ausdruck bringen. Nach diesem Unterfangen teilten sich die GuSp auf die drei Clans auf, um mit ihnen fortan zusammenzuarbeiten.

Das Abendessen wurde – wie es sich für wohlfeine Damen und Herren von Welt geziemt – von einem Fünf-Sterne-Catering, dem ARGO NAVIS, kredenzt. Mit vollgefüllten Bäuchen wurde im dunklen Auenwald bei einem ehrenhaften Capture the Regenjacke ermittelt, wer denn wohl der wagemutigste Clan sei; mit der Erfahrung aus ihrem zu 70% bewaldeten Land konnte die Yakuza dieses Kräftemessen für sich entscheiden. Nach diesen aufregenden Stunden bezogen die GuSp ihr Schlafgemach und hörten noch mit halboffenen Augen eine Geschichte aus dem Gute-Nacht-Buch des Pfadfindergründers Baden-Powell.

Gut ausgeruht beschlossen die drei Clans am nächsten Vormittag (höchstwahrscheinlich beeinflusst von der gemeinschaftlichen Arbeitsweise der GuSp), dass es sinnvoller und wesentlich effektiver wäre, zusammen anstatt gegeneinander zu arbeiten; daher wurden ihre weltweiten Operationsgebiete in annähernd drei gleich große Teile gegliedert. Die erste große Herausforderung war es, gemeinsam  mehrere Limousinen zu bauen, deren Einzelteile (Karosserie, Motoren, Reifen) aus den jeweiligen Operationsgebieten der drei Clans stammten; nach vielen Strapazen konnten doch einige Luxuskarossen an strengen Behörden wie InterPol oder FSB vorbei und auf den internationalen Markt gebracht werden.

Die unangenehmen Strapazen, die den GuSp beim gemeinsamen Produzieren entgegenwehten, ließen den Verdacht aufkommen, dass irgendein Mastermind den internationalen Behörden einen Tipp gegeben und sie auf die GuSp angesetzt haben musste; tatsächlich wurde ein Mann ausgeforscht – von allen nur „Mr. X“ genannt – der sich sogar in Klosterneuburg aufhielt, um den umtriebigen Clans und den GuSp nahe sein zu können. In einer spannenden Verfolgungsjagd zu Fuß, bei der sich die Clans ob ihrer unterschiedlichen Fähigkeiten in sechs gemischten Kleingruppen aufteilten, konnte mithilfe der neuesten Radar-Kommunikationstechnik der Übeltäter dingfest gemacht werden.

Zur Feier seiner Ergreifung wurde am Samstag Abend ein festliches Lagerfeuer mit Spiel, Gesang & viel Spaß veranstaltet. Die beiden GuSp-Trupps (Gorilla & Feuerfuchs) entschieden am Ende des Lagerfeuers, für das weitere Pfadfinderjahr die Yakuza bzw. die Bratwa zu unterstützen; die Cosa Nostra, die bei dieser Entscheidung leer ausging, war sichtlich beleidigt darüber und verließ wutentbrannt die Szene. Bleibt nur zu hoffen, dass diese traditionsreiche Famiglia nicht auf böse Gedanken kommen wird…

Der Sonntag begann mit einem herzhaften Brunch, bei dem das Catering ARGO NAVIS noch einmal alle Geschütze auffahren ließ; mit der zusätzlich gewonnen Winterstunde an Schlaf war klar, dass dies einfach ein super Tag werden musste. Am Vormittag hieß es für die GuSp, die letzten Rohstoffe aus den Vorräten der drei Clans einzuholen und sie in vorgegebenen Kombinationen an eine Zentrale der WHO abzuliefern. Die restliche Zeit wurde mit Zusammenpacken und Aufräumen verbracht. Bei der nachfolgenden Reflexion zeigte sich, dass das Wochenende aus der Sicht der GuSp ein voller Erfolg gewesen war; in den drei Tagen konnten alle Highlights untergebracht werden, die die Herzen höher schlagen ließen. Nach einem letzten Imbiss bei dem Würschtler „Fisch macht’s frisch“ ging es mit zwei S-Bahnen wieder zurück nach Breitensee, wo sichtlich erholte Eltern die GuSpis in Empfang nahmen.

Es bleibt abzuwarten, was das kommende Pfadfinderjahr noch so alles an Abenteuern bringen wird… Be prepared!


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